Ich habe vor 3 Tagen diese schwerverletzte Kröte im Garten gefunden - vermutlich wurde sie in der Nähe von einer Motorsense o.ä. verwundet und hat sich dann zu uns in den Garten geschleppt (ich hab sie zuerst für einen Erdbrocken gehalten, wir haben sonst nur viel kleinere Frösche/Kröten, wenn man überhaupt mal eine sieht).
Leider bin ich erst jetzt auf die Idee gekommen, mir in einem Forum Rat zu holen...
Ich habe sie in einen hohen Karton - der jetzt in der Sommerküche steht - gesetzt, locker abgedeckt, mit etwas Laub drin und einer flachen Schüssel mit Wasser. Unter die eine Hälfte habe ich eine Heizmatte geschoben und auf Handwarm eingestellt.
Die 3 roten Pfeile markieren Knochenteile die aus der Wunde ragen/sichtbar sind. Ich tupfe die Wunde täglich 2x mit einem Abschminkpad trocken, und anschliessend mit einem frischen, mit Betaisodona getränkten Pad ab; seit gestern lasse ich dieses auf der Wunde, damit sie etwas besser geschützt ist. Daneben sprüh ich den armen Kerl (vermutlich ein Weibchen, von der Größe her; bin aber Laie...) mehrmals täglich vorsichtig mit Wasser an, wobei ich das aufliegende Pad natürlich ausspare; sobald er das Wasser spürt, bewegt er sich ein bisschen (er scheint sonst unverletzt zu sein), und sitzt auch immer an einer anderen Stelle wenn ich nachsehen gehe.
Ich habe ob der Schwere der Verletzung wenig Hoffnung, daß das arme Tier durchkommt; kann mir nicht vorstellen wie das verheilen soll, bei meiner laienhaften Pflege...
Er scheint auch nicht zu fressen. Ich hab vorhin erst wieder einen mittelfetten Regenwurm vor seiner Nase baumeln lassen - angeblich löst ja nur die Bewegung den Schnappreflex aus -, aber nichts...
Ich will ihn nicht vor der Zeit töten, bitte sagt mir, ob Hoffnung besteht! Was kann ich noch tun? Zu einem Tierarzt kann ich ihn nicht bringen, ich lebe hier abgeschieden auf dem Land.
Und wie erlöse ich den tapferen kleinen Kerl am humansten, wenn er einfach nicht mehr kann? Ich kann ihn nicht elendiglich krepieren lassen...
Danke im Voraus,
Michael


