Froschnetz - Frösche, Kröten, Molche

Herzlich willkommen im Froschnetz.

Hier finden Sie vieles über Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien der Schweiz und Mitteleuropas: Ihre Biologie, ein Arten-Katalog mit ausführlichen Beschreibungen, wo sie leben und wie Sie ihnen einen Lebensraum im eigenen Garten bieten können, Gefahren für Froschlurche, ein Froschquiz und manches mehr. Sie finden auch ein paar Kurz-Videos, Amphibienstimmen und viele Bilder, z.B. in der Bildergalerie.
Bestimmung von Laich, Kaulquappe und Frosch bzw. Kröte ist mit dem Amphibien Bestimmungsschlüssel im Artenkatalog möglich.
Im Amphibien-Forum kannst du Fragen stellen rund um den Frosch, Kröte, Kaulquappen und vielem mehr.

Aktuelles aus der Frosch-Welt

Explodierende Kröten

Explosionen, massenhafter Tod, rätselnde Wissenschaftler – das Drama an einem Hamburger Teich klingt nach Stoff für einen Actionfilm. Explodiert sind allerdings keine Autos, sondern Kröten – und das gleich hundertfach. Jetzt ist das Mysterium gelöst.
Mehr als 1000 Tiere haben sich am Rande eines Hamburger Tümpels aufgepumpt, bis sie sich platzend aus dem Diesseits verabschiedeten. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass Krähen den Kröten die Leber entfernt hatten, die für die Rabenvögel als Delikatesse gilt. Da Brust- und Bauchhöhle der Kröten nicht getrennt sind hatte die Lunge keinen mechanischen Widerstand mehr. Bei Bedrohung pumpen sich Kröten auf. Wenn aber die Leber fehlt und zusätzlich ein Loch im Körper klafft, reissen die Gefässe, die Lunge platzt und die restlichen Organe quellen aus der Kröte heraus.

Ganzer Text: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,353749,00.html

Quelle: Spiegel online, 28.4.05

Erhöhte Wandertätigkeit der Amphibien

Der Regen am Dienstag Abend hat wie erwartet zu einer erhöhten Wandertätigkeit geführt. Zumindest in meinem Teich in Muri b. Bern sind die Grasfrösche eingewandert und haben über Nacht bereits abgelaicht. Es ist anzunehmen, dass in anderen Regionen ähnliche Beobachtungen gemacht werden konnten.

Interessanterweise waren die Wasserfrösche dieses Jahr vor den Grasfröschen da. Normalerweise tauchen diese erst 1-2 Wochen später auf. Dies hängt damit zusammen, dass die Wasserfrösche im Teich überwintert haben und durch die sehr hohen Temperaturen aus dem Wasser gelockt wurden, währen die Grasfrösche durch die anhaltende Trockenheit noch nicht zum Teich gewandert sind.

Das ideale Wanderwetter für Frosch, Kröte und Molch sind Regen in den Abendstunden und Temperaturen ab 5°C, wobei eine höhere Temperatur die Wanderung noch verstärkt.

Falls Sie ebenfalls Amphibien gesichtet haben, machen Sie doch eine Meldung.

Wasserfrösche beenden Winterruhe

Schweiz: Die hohen Temperaturen um 22°C im Mitelland haben auch schon die Wasserfrösche aus der Winterruhe gelockt. In meinem Teich beobachtete ich den ersten Wasserfrosch am vergangenen Freitag, wie er sich in der Sonne badete. Ebenfalls mehrere Bergmolche sind im sonnigen Teich anzutreffen. Daneben sind die schattigeren Tümpel noch immer mit Eisschollen bedeckt!

Wasserfrosch

Der erste Wasserfrosch sonnt sich (19.3.05 Muri b. Bern)

 Die Amphibien scheinen in tiefen Lagen der Schweiz und auch des umliegenden Auslands erwacht zu sein. An manchen Orten haben sie ihr Laichgewässer erreicht, wie auch aus den Kommentaren zur vorherigen Meldung zu entnehmen ist.

Wenn nächsten Dienstag verbreitet Regen fallen sollte kann mit einer starken Wandertätigkeit gerechnet werden, auch wenn die Temperaturen etwas sinken mögen.

In der Nordostschweiz kann mit einer grossen Wanderung gerechnet werden in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag, da dort am Abend verbreitet Regenschauer bei Temperaturen zwischen 15-20°C niedergehen. Dies ist mehr als ideales Wanderwetter! Autofahrer also aufgepasst, fahren Sie vorsichtig!

Der Frühling naht…

…und die Amphibienwanderung steht vor der Tür.
Das kalte Winterwetter hat bisher noch keine Amphibien aus den Winterverstecken gelassen. Diese Woche ist jedoch mit einem raschen Frühlingseinbruch zu rechnen. Die Temperaturen steigen gemäss diversen Wettermodellen bis Ende Woche stellenweise auf über 20°C. Auch Nachts wird es mild. Am Dienstag früh muss zudem mit Regen gerechnet werden, allerdings bei noch verhaltenen Temperaturen um 2-4°C. Vielerorts liegt auch noch Schnee, der in den tiefen Laben jedoch bis Mitte Woche grösstenteils verschwinden sollte.
Daher ist an bereits schneefreien und milden Lagen schon am Dienstag früh mit ersten Amphibien zu rechnen. Für die grosse Wanderung ist es jedoch noch zu kühl. In den darauf folgenden Tagen sind die Temperaturen ideal für die Amphibienwanderung (6-8°C nachts), es fehlt jedoch noch die Feuchtigkeit. Trotzdem rechne ich damit, dass die Erdkröte, der Spring- und Grasfrosch und einige Molcharten wandern werden. Die Amphibienwanderung tritt dieses Jahr ausserordentlich spät ein. Dies führt meist dazu, dass viele Amphibien gleichzeitig losziehen, einzig die Trockenheit und die Schneereste haben noch eine verzögernde Wirkung.
Schattige Teiche sind noch tief gefroren, was für dort laichende Arten ein Problem darstellen könnte. An sonnigen Lagen ist das Wasser auch bei kleinen Tümpeln schon eisfrei.

Für die Autofahrer heisst es jetzt, auch für die eigene Sicherheit, wieder vorsichtig fahren. Tempos von über 30 km/h können Frösche bereits töten, auch wenn diese zwischen die Räder genommen werden.

(Alle Angaben ohne Gewähr)

Sollten Sie bereits Amphibien entdeckt haben, dann schreiben Sie doch einen Kommentar zu dieser Meldung

Stehen die Amphibienwanderungen schon bevor?

Die momentan sehr milden Temperaturen mit Höchstwerten um 12°C über mehrere Tage sind für den Januar doch sehr aussergewöhnlich. Daher drängt sich die Frage auf, ob denn schon Amphibien wandern könnten.
Da Amphibien vorwiegend Nachts wandern, sind nicht so sehr die Tages-, jedoch vielmehr die Nachttemperaturen entscheidend. Ab Nachttemperaturen von +4°C und Regen kann mit wandernden Amphibien gerechnet werden. In leicht erhöhten Lagen (ab ca. 700m) lagen die Temperaturen auch Nachts deutlich im plus Bereich, jedoch ist es noch zu trocken. Im Mittelland sind die Temperaturen teilweise deutlich unter Null gesunken weswegen hier mit keiner Wandertätigkeit zu rechnen ist.
Sollte nun noch abends Regen einsetzen bei weiterhin hohen Temperaturen, kann vereinzelt mit wandernden Amphibien gerechnet werden. Bereits letztes Jahr ging die Laichwanderung bei ähnlichen Bedingungen sehr früh los. Die Klimaerwärmung lässt grüssen.
Wer Beobachtungen gemacht hat, soll diese doch bitte im Forum eintragen.

Frohe Festtage

Allen Besuchern vom Froschnetz

frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2005!

Treibt die Aga Kröte die Evolution voran?

Viele australische Schlangen haben Kröten zum Fressen gern. An der eingeschleppten Aga-Kröte haben sich bislang aber schon viele Reptilien übernommen: Sie ist für einige tödlich giftig. Bieten evolutionäre Kräfte jetzt einen Ausweg?
Der Körperbau der australischen Kriechtiere hat sich auf die giftige Kröte eingestellt. Die Schwarzotter und die Grüne Baumnatter haben in betroffenen Gebieten in den vergangenen 80 Jahren kleinere Köpfe, aber einen größeren Körper entwickelt. Die Gefahr, dass eine Schlange die giftige Aga-Kröte frisst, wird so verringert. Eine grössere Schlange verträgt zudem mehr Krötengift.

Quellen:
Ganzer Artikel: http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/766721 
oder: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/247024.html

15’600 Arten vom Aussterben bedroht

Bangkok: Weltweit sind mindestens 15’600 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Fast ein Viertel der Säugetiere und beinahe ein Drittel der Amphibien seien gefährdet, teilte die Weltnaturschutzunion (IUCN) mit. Der Roten Liste wurden über 8’000 neue bedrohte Arten hinzugefügt.

Die Liste der IUCN umfasst mehr als 7000 vom Aussterben bedrohte Tier- und mehr als 8000 bedrohte Pflanzenarten. Den Grossteil der bedrohten Tiere machen mit 42 Prozent die Schildkröten aus, gefolgt von den Amphibien mit 32 Prozent. 23 Prozent der vom Aussterben bedrohten Tiere sind Säugetiere, 12 Prozent Vögel.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der bedrohten Amphibienarten von 146 auf 1’856 im 2004 gestiegen. 

Ganzer Artikel in escpace.ch
IUCN: http://www.iucn.org/themes/ssc/red_list_2004/main_EN.htm

Gelbbauchunken im Kanton Bern gesucht


Gelbbauchunke (Bei Höri, ZH)

Die KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien-und Reptilienschutz der Schweiz) will im Kanton Bern die Gelbbauchunken erfassen und ihre aktuelle Situation beurteilen. Dazu ist sie auf Ihre Hilfe angewiesen.

Ein Auszug aus dem Aufruf der KARCH:

„Früher konnte man sie noch hier und da sehen, die kleinen „Chröttli“ mit ihren leuchtend gelben Bäuche – die Gelbbauchunken. In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Populationen aber an vielen Orten in Mitteleuropa sehr stark zurückgegangen. Die Schweiz und der Kanton Bern scheinen leider ebenfalls in diesem Trend zu stehen, und man darf sich heute äusserst glücklich schätzen, wenn man auf einem Ausflug oder bei der Arbeit auf eine Gelbbauchunke trifft.

Unser Wissen, wo es heute noch Gelbbauchunken gibt, ist sehr lückenhaft. Es wird befürchtet, dass viele der früher bekannten Populationen verschwunden sind oder wenigstens sehr stark zurückgegangen sind. Um festzustellen, wie stark diese Unkenart bei uns bedroht ist, wollen wir mit dem Gelbbauchunken Projekt möglichst alle Populationen lokalisieren. Zudem sollen in einem zweiten Schritt auch praktische Massnahmen zum besseren Schutz und zur Erhaltung der Gelbbauchunken unternommen werden.

Weil es uns nicht möglich ist, den ganzen Kanton auf der Suche nach Unken zu durchkämmen, sind wir auf die Mitarbeit von Naturschutzaufsehern, Wildhütern, Naturschutzgruppen, Natur- resp. Amphibienliebhabern und auch auf die Ihre angewiesen. Wir bitten Sie deshalb, uns mitzuteilen, ob, wann und wo Sie in den vergangen Jahren Gelbbauchunken gesehen haben. Da es sich um ein kantonales Projekt handelt, sind wir primär an Daten aus dem Kanton Bern interessiert.“

Sie können Ihre Funde dem Froschnetz mitteilen, wir werden diese der KARCH gesammelt weiterleiten (email: froeschemeyweb.ch, oder in der Rubrik Forum->Kontakt.
Alternativ können sie direkt der KARCH gemeldet werden (www.karch.ch, Rubrik Fundmeldungen)

Mehr über die Gelbbauchunke: